Familienauto
Ein Familienauto scheitert selten am Platz für Personen und fast immer am Platz für alles andere. Drei Kindersitze nebeneinander, ein Kinderwagen quer im Kofferraum, Getränkekisten unter der Abdeckung: Das sind die Masse, an denen sich ein Fahrzeug entscheidet — nicht die Zahl der Sitze im Prospekt. Kombi und Van sind hier fast immer die vernünftigere Wahl als ein gleich teures SUV, das aussen grösser und innen kleiner ist.
Worauf es ankommt
- Miss nach, statt zu vertrauen: Nimm den Kinderwagen zur Besichtigung mit. Ein Kofferraum mit 500 Litern nützt nichts, wenn die Ladekante zu hoch oder die Öffnung zu schmal ist.
- Isofix in der zweiten Reihe ist Standard, auf dem mittleren Platz aber selten. Wer drei Sitze nebeneinander braucht, prüft das vor allem anderen — und misst die Breite der Rückbank nach.
- Schiebetüren sind mit Kindern auf engen Parkplätzen unbezahlbar und der Hauptgrund, warum ein Van einem SUV im Alltag überlegen ist. In der Reparatur sind sie allerdings teurer.
- Die dritte Sitzreihe geht fast immer zulasten des Kofferraums. Beides gleichzeitig gibt es nur bei sehr grossen Fahrzeugen — prüfe die Ladefläche mit aufgestellter dritter Reihe, nicht ohne.
- Rechne die Versicherung vor dem Kauf durch. Zwischen zwei gleich grossen Familienautos liegen oft mehrere Einstufungen — über die Haltedauer summiert sich das stärker als der Kaufpreisunterschied.
Zu dieser Auswahl steht gerade nichts im Bestand
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Häufige Fragen
- Kombi oder SUV für die Familie?
- Der Kombi hat bei gleicher Fahrzeuglänge mehr nutzbaren Kofferraum, verbraucht weniger und ist günstiger im Unterhalt. Das SUV bietet den bequemeren Einstieg — was mit Kindersitzen tatsächlich ein Argument ist — und in den meisten Fällen Allradantrieb. Wer viel Gepäck transportiert, fährt mit dem Kombi besser; wer täglich Kinder ein- und aussteigen lässt, oft mit dem SUV.
- Wie viele Sitze braucht eine Familie wirklich?
- Fünf reichen für die meisten. Sieben Sitze lohnen sich, wenn regelmässig mehr als fünf Personen mitfahren — nicht für den einen Ausflug im Jahr. Ein Siebensitzer kostet dauerhaft mehr Platz beim Parkieren und mehr Treibstoff, und die dritte Reihe steht die übrige Zeit im Weg.