Verkaufen und inserieren · 5 Min. Lesezeit
Ein Inserat, das verkauft
Wie Fotos, Text und Preis zusammenspielen — und welche Fehler dafür sorgen, dass ein gutes Fahrzeug wochenlang steht.
Der Preis entscheidet, ob dein Inserat überhaupt erscheint
Die meisten Suchanfragen enthalten eine Preisobergrenze. Liegst du fünfhundert Franken darüber, erscheinst du in dieser Suche gar nicht — unabhängig davon, wie gut das Fahrzeug ist.
Prüfe deshalb, welche runden Grenzen in deiner Nähe liegen. Ein Fahrzeug für 20 400 zu 19 900 anzubieten kostet 500 und bringt dich in jede Suche mit der Obergrenze 20 000.
Fotos in der richtigen Reihenfolge
Das erste Bild entscheidet über den Klick. Nimm dafür die Dreiviertelansicht von vorn, bei Tageslicht, vor einem ruhigen Hintergrund — kein Garagentor, keine Mülltonnen, kein Nummernschild des Nachbarn.
Danach: die andere Dreiviertelansicht, beide Seiten, Innenraum, Armaturenbrett mit Kilometerstand, Kofferraum, Motorraum, Reifen. Zum Schluss die Schäden. Wer sie sucht, findet sie ohnehin — und wer sie im Inserat sieht, kommt vorbereitet und feilscht weniger.
Was in den Text gehört
Die Angaben, die nicht in den Feldern stehen: Warum du verkaufst. Was zuletzt gemacht wurde, mit Datum und Kilometerstand. Was demnächst ansteht. Ob das Fahrzeug Raucher- oder Nichtraucherfahrzeug ist, ob Tiere transportiert wurden, ob es einen zweiten Schlüssel gibt.
Verzichte auf Grossbuchstaben, Ausrufezeichen und Formulierungen wie „Schnäppchen“ oder „muss weg“. Sie senken den erzielbaren Preis, weil sie Dringlichkeit signalisieren.
Nach der Veröffentlichung
Antworte schnell. Ein Interessent, der zwei Tage auf Antwort wartet, hat in der Zwischenzeit drei andere Fahrzeuge angeschrieben.
Kommen in der ersten Woche keine Anfragen, liegt es fast immer am Preis oder am ersten Foto — nicht am Text. Ändere eines von beiden, statt die Beschreibung zu erweitern.