Kosten
Was ein Auto wirklich im Monat kostet
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Die meisten Käufer rechnen mit Treibstoff und Versicherung und werden dann von der Werkstattrechnung überrascht. Diese Aufstellung enthält alle Posten — und zeigt, warum der Wertverlust bei jungen Fahrzeugen alles andere in den Schatten stellt.
Die feste Seite
Diese Posten fallen an, auch wenn das Auto stehen bleibt. Sie sind der Grund, warum ein Zweitwagen, der wenig gefahren wird, oft teurer ist als gedacht.
- Wertverlust: Kaufpreis minus geschätzter Verkaufspreis, geteilt durch die Haltemonate. Bei einem drei Jahre alten Fahrzeug ist der grösste Sprung bereits vorbei — das ist das stärkste Argument für den Gebrauchtkauf.
- Haftpflicht- und Kaskoversicherung, umgelegt auf den Monat.
- Fahrzeugsteuer, ebenfalls monatlich umgelegt.
- Fester Stellplatz oder Garage, wo er nötig ist.
Die laufende Seite
Diese Posten hängen an der Fahrleistung. Wer seine Jahreskilometer kennt, kann sie ziemlich genau schätzen.
- Treibstoff oder Strom: Verbrauch je hundert Kilometer mal Jahreskilometer mal Preis, geteilt durch zwölf.
- Service nach Herstellervorgabe. Der Intervall steht im Serviceheft, der Preis lässt sich in einer Werkstatt erfragen — vor dem Kauf.
- Reifen: ein Satz hält je nach Fahrweise 30 000 bis 50 000 Kilometer. Wer Sommer und Winter fährt, braucht zwei Sätze und einen Ort, um sie zu lagern.
- Verschleiss: Bremsen, Batterie, Wischer, Beleuchtung. Als Rücklage taugt ein Betrag je gefahrenem Kilometer besser als eine Monatspauschale.
- Prüfung und was sie beanstandet. Bei älteren Fahrzeugen ist das der Posten mit der grössten Streuung.
Die Rücklage, die niemand bildet
Bei einem Fahrzeug jenseits der acht Jahre kommt irgendwann eine Reparatur im vierstelligen Bereich: Kupplung, Turbolader, Klimakompressor, Steuerkette. Sie kommt nicht jedes Jahr, aber sie kommt. Wer dafür monatlich etwas zurücklegt, erlebt sie als Termin und nicht als Krise.
Die Höhe hängt vom Fahrzeug ab. Ein einfach gebautes Fahrzeug ohne Luftfederung, ohne Doppelkupplungsgetriebe und ohne aufwendige Elektronik braucht eine kleinere Rücklage als ein hoch ausgestattetes Oberklassefahrzeug desselben Alters — und das ist beim Kauf oft das stärkere Argument als der Anschaffungspreis.
Was die Rechnung ändert
Drei Entscheidungen wirken stärker auf die Monatskosten als die Wahl zwischen zwei ähnlichen Modellen: das Alter beim Kauf, die Ausstattungshöhe und die Bereifungsgrösse. Ein Fahrzeug mit siebzehn Zoll statt zwanzig Zoll ist über fünf Jahre gerechnet spürbar günstiger, und es fährt auf schlechten Strassen komfortabler.