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Gebrauchtwagen aus den Niederlanden

Wer in den Niederlanden sucht, bekommt zwei Dinge, die es in dieser Form nirgends sonst gibt. Erstens ein offenes Register: Zu jedem niederländischen Kennzeichen führt der RDW Prüfhistorie, gemeldete Kilometerstände und ein Urteil darüber, ob diese Reihe plausibel ist — einsehbar, bevor man den Verkäufer überhaupt angeschrieben hat. Zweitens einen Bestand, den die BPM geformt hat: Weil diese Abgabe bei der Erstzulassung am CO₂-Ausstoss hängt und die Dienstwagenbesteuerung in dieselbe Richtung zieht, ist der Markt ungewöhnlich reich an jungen Elektro- und Plug-in-Fahrzeugen und ungewöhnlich arm an grossen Benzinern. Das typische Fahrzeug von dort ist jung, sparsam und ein Leasingrückläufer.

Worauf es ankommt

  • Kennzeichenabfrage: Der RDW gibt zu jedem Kennzeichen öffentlich Auskunft — Prüftermine, gemeldete Kilometerstände samt Plausibilitätsurteil, Erstzulassung, Einfuhrvermerk. Nach dem Kennzeichen zu fragen ist deshalb die erste Frage an einen niederländischen Verkäufer und nicht die letzte.
  • Die laufende Kraftfahrzeugsteuer bemisst sich nach Gewicht, Kraftstoff und Provinz, und sie trifft Diesel und Autogas deutlich härter als Benziner. Ein niederländischer Diesel ist deshalb im Inland teuer zu halten und im Inserat günstig — wer ihn ausführt, lässt genau den Posten zurück, der den Preis gedrückt hat.
  • Salz und Seeluft: Kein Ort im Land liegt weit von der Küste, im Winter wird gestreut, und Garagen sind selten — die meisten Fahrzeuge stehen im Freien. Radläufe, Schweller und die Unterkanten der Türen verdienen deshalb mehr Aufmerksamkeit als der Kilometerstand, den das Register ohnehin bestätigt.
  • Ausfuhr: Ein niederländisches Fahrzeug wird beim RDW auf Export abgemeldet, und der Verkäufer braucht den vrijwaringsbewijs, um aus Steuer und Haftung zu kommen — darauf besteht er zu Recht. Innerhalb der EU folgt keine Zollanmeldung, in die Schweiz schon; die Gegenrichtung mit BPM-Erklärung und keuringsstation steht im Einfuhrleitfaden unten.

Zu dieser Auswahl steht gerade nichts im Bestand

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Wie in Niederlande danach gesucht wird

Gebrauchtwagen heisst dort:
tweedehands auto
Die technische Prüfung heisst:
APK
Das Fahrzeugpapier heisst:
kentekenbewijs

Diese Begriffe stehen in den Papieren und in jedem Inserat aus Niederlande — wer ein Fahrzeug von dort prüft, sollte sie kennen. Nach dem Stand der APK fragt man am besten, bevor man hinfährt.

Weiterführend

Häufige Fragen

Was sagt der Kilometerstand im RDW-Register aus?
Er zeigt die Stände, die bei Prüfungen und von angeschlossenen Betrieben gemeldet wurden, jeweils mit Datum, und das Register bewertet die Reihe selbst als schlüssig oder nicht. Ein einfacher Rücksprung wird damit sichtbar. Was es nicht zeigen kann, ist ein Zeitraum, der nie gemeldet wurde: Ein Fahrzeug, das jahrelang im Ausland zugelassen war und dann eingeführt wurde, beginnt seine niederländische Reihe beim Import — davor steht nichts, und die Jahre davor liegen nur in den ausländischen Papieren. Prüf deshalb zuerst, ob die Reihe bei der Erstzulassung beginnt oder bei einem Einfuhrvermerk.
Das Fahrzeug fährt mit Autogas. Worauf muss ich achten?
Autogas ist in den Niederlanden verbreiteter als in den meisten Nachbarmärkten, und eine nachgerüstete Anlage ist zuerst eine Papierfrage. Lass dir die Genehmigung der Anlage und den Eintrag in den Fahrzeugpapieren zeigen; ohne diesen Eintrag wird die Zulassung im Zielland zum Verfahren, weil dort die Anlage erneut anerkannt werden muss. Technisch gehören der Tank und seine wiederkehrende Prüfung dazu — ein Tank, dessen Prüffrist abläuft, ist ein Posten wie jedes Verschleissteil. Und frag, ob der Motor für den Betrieb mit Gas ausgelegt oder umgerüstet wurde: Bei manchen Bauarten sind die Ventilsitze der Punkt, an dem sich der Unterschied zeigt.

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