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Gebrauchtwagen aus Rumänien

Rumänien hat die Abgabe auf die Erstzulassung nach jahrelangem Streit vor Gerichten abgeschafft und besteuert Fahrzeuge seither vor allem im Betrieb: jährlich, gestaffelt nach Hubraum, mit Sätzen, die der Gemeinderat beschliesst. Das sieht man dem Bestand an. Über Jahre kam viel Gebrauchtware aus Deutschland, Italien und Frankreich ins Land, weil an der Grenze nichts dazukam, und kleine Hubräume sind überrepräsentiert, weil der Sprung in die nächste Stufe jedes Jahr aufs Neue kostet. Dazu kommt ein Heimvorteil: Dacia wird in Mioveni gebaut, und das Werkstatt- und Teilenetz für Dacia und Renault reicht bis in kleine Orte. Gezahlt wird in Lei, und damit ist Rumänien der einzige Markt dieser Gruppe, bei dem der Wechselkurs mitverhandelt.

Worauf es ankommt

  • Ohne carte de identitate a vehiculului läuft nichts: Diese Fahrzeugidentitätskarte stellt das Registrul Auto Român aus, und eingeführte Fahrzeuge bekommen sie erst nach einer Prüfung von Identität und Konformität. Frag danach, bevor du losfährst — fehlt sie, ist das Fahrzeug in Rumänien nicht regulär angemeldet, und das ist ein Problem des Verkäufers, das leicht zu deinem wird.
  • Rumänien fährt einen grossen Teil seiner Kilometer auf zweispurigen Nationalstrassen und über Karpatenpässe, nicht auf Autobahnen. Derselbe Kilometerstand bedeutet hier mehr Betriebsstunden, mehr Schaltvorgänge und mehr Schlaglöcher als in einem Autobahnland — sieh dir Fahrwerkslager, Dämpfer, Radlager, Felgenränder und Reifenflanken an, bevor du über den Motor sprichst.
  • Die jährliche Steuer bemisst sich nach Hubraum in Stufen, und die Sätze beschliesst die Gemeinde, in der das Fahrzeug eingetragen ist. Deshalb steht hier viel Kleinhubraum und wenig Grossvolumiges — und deshalb sagt ein auffallend günstiger grosser Motor oft mehr über die laufenden Kosten seines Vorbesitzers als über seinen Zustand.
  • Der Preis steht in Lei: Rumänien ist EU-Mitglied, aber nicht im Euroraum, innerhalb der Union fällt also keine Zollanmeldung an, der Betrag muss aber umgerechnet werden — und zwischen Zusage und Zahlung kann sich der Kurs bewegen. Halte Währung und Umrechnung im Vertrag fest; was dein Zulassungsland danach verlangt, steht im Einfuhrleitfaden unten.

Zu dieser Auswahl steht gerade nichts im Bestand

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Wie in Rumänien danach gesucht wird

Gebrauchtwagen heisst dort:
mașini second hand
Die technische Prüfung heisst:
ITP
Das Fahrzeugpapier heisst:
certificat de înmatriculare

Diese Begriffe stehen in den Papieren und in jedem Inserat aus Rumänien — wer ein Fahrzeug von dort prüft, sollte sie kennen. Nach dem Stand der ITP fragt man am besten, bevor man hinfährt.

Weiterführend

Häufige Fragen

Was ist die CIV, und was passiert, wenn sie fehlt?
Die carte de identitate a vehiculului ist die rumänische Fahrzeugidentitätskarte; ohne sie wird ein Fahrzeug weder zugelassen noch umgeschrieben. Ausgestellt wird sie vom Registrul Auto Român, bei eingeführten Fahrzeugen erst nach einer Prüfung von Identität und Konformität — das ist der Schritt, an dem sich zeigt, ob Fahrgestellnummer, Papiere und Fahrzeug zusammengehören. Fehlt die Karte oder ist sie noch in Bearbeitung, hat der Verkäufer ein offenes Verfahren und du keine Grundlage, auf der dein Zulassungsland aufsetzen kann. Für dich heisst das: Karte und Zulassungsbescheinigung ansehen, die Fahrgestellnummer am Fahrzeug mit beiden abgleichen und den vollen Betrag erst zahlen, wenn beides vorliegt.
In Lei oder in Euro bezahlen?
Das ist keine Geschmacksfrage, sondern die Frage, wer das Kursrisiko trägt. Der rumänische Preis ist in Lei gebildet; wird er dir in Euro genannt, steckt bereits ein Kurs darin, und zwar einer, den der Verkäufer gewählt hat. Lass ausdrücklich in den Vertrag schreiben, in welcher Währung der verbindliche Betrag steht und wie umgerechnet wird — bei einer Überweisung in Fremdwährung kommen ausserdem der Kurs deiner Bank und deren Entgelt dazu, und beide stehen in den Bedingungen deines Kontos, nicht im Inserat. Und rechne nicht mit dem Kurs vom Tag der Suche: Zwischen Zusage, Besichtigung und Zahlung liegen meist Tage.

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