Bremsenservice
An der Bremse verschleisst nicht nur, was man sieht. Beläge und Scheiben werden dünner, das merkt man — die Bremsflüssigkeit dagegen zieht über die Jahre Wasser aus der Luft, und mit jedem Prozent sinkt ihr Siedepunkt. Bei einer langen Bergabfahrt kann sie dann im Kreislauf Dampfblasen bilden, und das Pedal geht ins Leere. Deshalb schreiben praktisch alle Hersteller den Wechsel alle zwei Jahre vor, unabhängig von der Fahrleistung.
Was dazugehört
- Beläge und Scheiben messen, nicht schätzen — die Mindeststärke steht auf der Scheibe
- Bremsflüssigkeit wechseln und den Wassergehalt messen
- Bremssättel gangbar machen: ein fester Führungsbolzen frisst einen Belag einseitig auf
- Handbremse und, wo vorhanden, den elektrischen Feststellsteller prüfen
- Bremsschläuche auf Risse und Aufquellen ansehen
Woran du es merkst
- Der Pedalweg wird länger oder das Pedal fühlt sich schwammig an
- Quietschen, Schleifen oder ein metallisches Kratzen beim Bremsen
- Das Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite
- Lenkrad oder Pedal schlagen beim Bremsen aus höherem Tempo
Was du wissen solltest
Ein Warnzeichen, das oft übersehen wird: Rost am Rand der Bremsscheibe ist normal, Rost auf der ganzen Reibfläche nach längerem Stehen auch — aber wenn er nach ein paar Bremsungen nicht verschwindet, sitzt der Sattel fest. Fahrzeuge, die viel stehen, trifft das häufiger als Vielfahrer.
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