Kupplung wechseln
Die Kupplung ist ein Verschleissteil, aber wie schnell sie verschleisst, hängt fast vollständig am Fahrstil — Anfahren am Berg, Anhängerbetrieb und langes Schleifenlassen kosten mehr Belag als hohe Kilometerleistung. Ein festes Intervall gibt es deshalb nicht. Weil zum Wechsel das Getriebe heraus muss, wird meist gleich mit erneuert, was sonst kurz darauf denselben Ausbau verlangt.
Was dazugehört
- Kupplungsscheibe, Druckplatte und Ausrücklager als Satz
- Zweimassenschwungrad prüfen und, wenn es Spiel hat, mit erneuern
- Nehmerzylinder ersetzen, wenn er innenliegend verbaut ist
- Kurbelwellen- und Getriebeeingangswellendichtring ansehen
Woran du es merkst
- Die Drehzahl steigt beim Beschleunigen, ohne dass das Tempo mitgeht
- Der Schleifpunkt wandert immer weiter nach oben
- Rupfen beim Anfahren
- Brandgeruch nach Bergfahrt oder Anhängerbetrieb
Was du wissen solltest
Wenn der Schleifpunkt nur bei warmem Motor hochwandert und kalt normal ist, muss es nicht die Kupplung sein — bei hydraulischer Betätigung ist manchmal der Geberzylinder undicht. Das ist ein erheblicher Unterschied im Aufwand, und er lässt sich mit einer Druckprüfung klären, bevor das Getriebe heraus muss.
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