Auto für Senioren
Ein Auto wird nicht durch sein Alter altersgerecht, sondern durch zwei Masse und eine Sichtlinie. Das erste Mass ist die Höhe der Sitzfläche: Liegt sie ungefähr auf Hüfthöhe, setzt man sich hin — darunter lässt man sich fallen, darüber klettert man hinauf. Das zweite ist der Türöffnungswinkel, der in der eigenen Garage zählt und nicht auf dem Händlerhof. Die Sichtlinie ist der Punkt, den moderne Fahrzeuge verloren haben: dicke A-Säulen, hohe Fensterlinien und kleine Heckscheiben.
Worauf es ankommt
- Prüfe die Sitzhöhe im Stehen neben dem Fahrzeug: Die Sitzfläche sollte ungefähr auf Hüfthöhe liegen. Das ist der Grund, warum ein kompaktes SUV oder ein Hochdachkombi hier fast immer bequemer ist als eine Limousine — und warum ein sehr hohes Geländefahrzeug den Vorteil wieder verliert.
- Probier das Ein- und Aussteigen dort, wo du es täglich tust: in einer engen Parklücke und in der eigenen Garage. Türbreite und Öffnungswinkel unterscheiden sich zwischen zwei gleich grossen Fahrzeugen erheblich, und ein Haltegriff am Dachrahmen auf der Fahrerseite fehlt häufiger, als man denkt.
- Sicht ist Sicherheit: Setz dich hinein und schau über die Schulter, bevor du auf die Ausstattung schaust. Eine tiefe Fensterlinie und eine grosse Heckscheibe ersetzen jede Kamera. Wo sie fehlen, sind Rückfahrkamera und Parksensoren keine Bequemlichkeit, sondern der Ausgleich für eine Karosserieform.
- Physische Drehregler für Temperatur und Lautstärke lassen sich im Fahren ohne Blick treffen, ein Bildschirmmenü nicht. Das ist kein Nostalgiepunkt, sondern einer über die Zeit, in der die Augen nicht auf der Strasse sind — und die zählt bei jedem Fahrer, nicht erst bei einem älteren.
Zu dieser Auswahl steht gerade nichts im Bestand
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Häufige Fragen
- Ist ein SUV für ältere Fahrer wirklich die bessere Wahl?
- Bis zu einer gewissen Höhe ja, darüber nicht mehr. Der Vorteil liegt allein in der Sitzhöhe, und er ist verbraucht, sobald man sich beim Einsteigen hinaufziehen muss. Am besten trifft das die kompakte Bauform, deren Sitzfläche ungefähr auf Hüfthöhe liegt. Dazu kommt ein Nachteil, den man einrechnen sollte: Je höher die Motorhaube, desto grösser der nicht einsehbare Bereich direkt vor dem Fahrzeug. Wer viel rückwärts ausparkt, gewinnt mit einem niedrigeren Fahrzeug mehr, als er an Einstiegshöhe verliert.
- Welche Assistenzsysteme helfen im Alltag am meisten?
- Die, die den Schulterblick ergänzen. Ein Totwinkelwarner meldet, was im Aussenspiegel nicht steht, und ein Querverkehrswarner meldet beim Rückwärtsausparken ein Fahrzeug, das von der Seite kommt — genau die beiden Situationen, in denen eine eingeschränkte Halsdrehung zum Problem wird. Beides steht in der Ausstattungsliste des Inserats und lässt sich auf der Probefahrt prüfen, indem man den Verkäufer bittet, die Funktion einmal vorzuführen.
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