Zweitwagen
Ein Zweitwagen fährt wenig, und das dreht die ganze Rechnung um. Alles, was pro Kilometer anfällt, verliert an Gewicht; alles, was pro Monat anfällt, gewinnt: Versicherung, Steuer, Abstellplatz. Genau deshalb ist der Verbrauch beim Zweitwagen der unwichtigste Posten und das Standproblem der wichtigste — ein Fahrzeug, das die meiste Zeit steht, altert an Batterie, Bremsen, Reifen und Dichtungen nach Zeit und nicht nach Strecke.
Worauf es ankommt
- Hol die Versicherungsofferte für das konkrete Fahrzeug, bevor du kaufst. Viele Versicherer rechnen ein zweites Fahrzeug im selben Haushalt anders ein als ein erstes — ob und wie stark, hängt an deinem Vertrag, an der Zahl der Fahrer und am Modell. Ein fester Rabatt ist das nicht, und darum ist die Offerte die einzige belastbare Zahl.
- Stehen ist die eigentliche Belastung. Die Starterbatterie entlädt sich über die Bordelektronik, die Bremsscheiben setzen Flugrost an und die Reifen bekommen Standplatten. Ein Erhaltungsladegerät und eine längere Fahrt pro Woche kosten weniger als die Folgen von beidem.
- Beim Zweitwagen ist ein niedriger Kaufpreis wertvoller als ein niedriger Wertverlust: Wer wenig fährt, holt einen Aufpreis nie über Kilometer zurück. Ein einfaches, robustes Fahrzeug mit gutem Wartungsstand schlägt hier fast immer das jüngere mit mehr Ausstattung.
- In mehreren Ländern lässt sich ein zweites Fahrzeug über einen Teil des Jahres abmelden oder mit einem anderen unter einem gemeinsamen Kennzeichen geführt werden. Ob das an deinem Wohnort möglich ist, was es an Steuer und Prämie verändert und welche Auflagen daran hängen, sagt die Zulassungsstelle — die Regelung unterscheidet sich von Land zu Land und teilweise von Kanton zu Kanton.
Zu dieser Auswahl steht gerade nichts im Bestand
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Häufige Fragen
- Wie alt darf ein Zweitwagen sein?
- Das Alter ist hier weniger aussagekräftig als die Frage, ob das Fahrzeug nach Zeit gewartet wurde. Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Zahnriemen und Reifen altern unabhängig von der Laufleistung — bei einem Fahrzeug, das schon beim Voreigentümer wenig gefahren ist, sind sie oft überfällig, obwohl der Tacho niedrig steht. Ein Serviceheft mit jährlichen Einträgen ist deshalb beim alten Zweitwagen mehr wert als ein niedriger Kilometerstand.
- Lohnt sich ein Zweitwagen gegenüber Mieten?
- Das lässt sich ausrechnen, und zwar ohne unsere Zahlen: Addiere alles, was das zweite Fahrzeug pro Jahr kostet, ohne dass es fährt — Versicherung, Steuer, Abstellplatz, Wertverlust, anteilige Wartung. Teile die Summe durch die Zahl der Fahrten, die du damit tatsächlich machst, und vergleiche das Ergebnis mit dem Tagespreis einer Miete auf derselben Strecke. Unter einer gewissen Zahl von Fahrten im Jahr gewinnt das Mieten immer; darüber gewinnt das eigene Fahrzeug, und zwar deutlich.
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