Plug-in-Hybrid
Ein Plug-in-Hybrid ist zwei Fahrzeuge in einer Karosserie, und welches davon du bekommst, entscheidet allein die Steckdose. Täglich geladen und kurz gefahren, ist er ein Elektroauto mit Benzinreserve für die Ferien. Nie geladen, ist er ein schwerer Benziner, der eine Batterie spazieren fährt, die er nie benutzt. Beide Varianten stehen im Gebrauchtmarkt nebeneinander und sehen im Inserat gleich aus — der Unterschied steckt in der Nutzung des Vorbesitzers, und genau den kann man prüfen.
Worauf es ankommt
- Die Voraussetzung ist eine Lademöglichkeit dort, wo das Fahrzeug über Nacht steht. Ohne sie ist der Plug-in die schlechtere Wahl gegenüber einem Vollhybrid: Er trägt dann nur die Masse der Batterie, ohne sie je zu nutzen, und verbraucht dadurch mehr als der einfachere Antrieb.
- Der Langzeitverbrauch im Bordcomputer verrät, welches der beiden Fahrzeuge vor dir steht. Ein Wert deutlich unter dem, was ein gleich schwerer Benziner braucht, heisst: Es wurde geladen. Ein Wert darüber heisst das Gegenteil — und dann hat der Verbrennungsmotor jeden Kilometer des Tachostandes selbst gefahren.
- Die Batterie sitzt meist unter dem Ladeboden. Das kostet Kofferraumtiefe, oft das Reserverad und beim Kombi die ebene Fläche bei umgeklappter Rückbank. Miss nach, bevor du dich auf die Literangabe verlässt — sie stammt häufig von der Variante ohne Batterie.
- Die meisten Plug-ins laden langsam und einphasig, und viele können gar nicht am Gleichstrom laden. Für eine Nacht an der eigenen Steckdose oder Wandladestation reicht das vollkommen; für das Zwischenladen auf einer langen Fahrt nicht — dort fährt der Verbrennungsmotor, und das ist die vorgesehene Aufteilung.
Zu dieser Auswahl steht gerade nichts im Bestand
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Häufige Fragen
- Plug-in oder Vollhybrid — was passt zu mir?
- Zwei Fragen beantworten das. Erstens: Kannst du dort laden, wo das Fahrzeug nachts steht? Wenn nein, ist der Vollhybrid die bessere Wahl, und zwar ohne Abstriche. Zweitens: Wie lang ist deine übliche Tagesstrecke im Verhältnis zur elektrischen Reichweite des Fahrzeugs? Liegt sie darunter, fährst du praktisch elektrisch und tankst nur für die Ausnahme. Liegt sie deutlich darüber, trägst du die Batterie den grösseren Teil des Tages spazieren und bezahlst sie beim Kauf trotzdem.
- Was passiert, wenn die Batterie leer ist?
- Das Fahrzeug fährt weiter, dann als Hybrid: Der Verbrennungsmotor übernimmt, und ein kleiner Teil der Batterie bleibt für Rekuperation und Anfahren reserviert. Zwei Dinge ändern sich dabei, und beide gehören in die Probefahrt. Der Verbrauch steigt spürbar, weil das Gewicht der Batterie bleibt, und bei manchen Modellen steht die volle Systemleistung nur mit geladener Batterie zur Verfügung — beim Überholen am Berg merkt man das. Im Winter kommt dazu, dass die Heizung aus derselben Batterie zieht und die elektrische Reichweite entsprechend kürzer ausfällt.