Zum Inhalt springen
Zurück zum Ratgeber

Kaufen

Wunschauto beschreiben statt suchen: Händler bieten an

6 Min. Lesezeit

Nicht jedes Auto steht online, wenn du es suchst. Manche Händler haben es im Zulauf, bei einem Partner oder als Eintausch in Aussicht. Ein Suchwunsch dreht die Richtung um: Du beschreibst das Fahrzeug einmal, und Händler, zu denen es passt, können dir ein Angebot schicken.

Wann die Suche an ihre Grenze kommt

Die Suche zeigt, was gerade inseriert ist. Bei einem gängigen Modell reicht das. Bei einem seltenen Modell, einer bestimmten Kombination aus Motor und Getriebe oder einer Ausstattung, die kaum jemand bestellt hat, bleibt die Liste kurz oder leer — und das tägliche Nachsehen wird zur Beschäftigung.

Händler haben oft mehr Fahrzeuge, als sie online zeigen: solche, die gerade aufbereitet werden, Rückläufer aus Leasingverträgen, Eintauschwagen, die nächste Woche kommen, Fahrzeuge bei Partnerbetrieben. Diese erreichst du mit keiner Suche, sondern nur, indem du sagst, was du suchst.

Auf Carvexia heisst das Suchwunsch. Du findest ihn in der Suche unter «Händler sollen mir anbieten», als Knopf und, wenn eine Suche nur wenige Treffer hat, als Hinweis unter der Liste. Anders als eine gespeicherte Suche, die dich über neue Inserate informiert, geht er an die Händler selbst. Dazu gehört eine ehrliche Einschränkung, die auch im Formular steht: Noch sind wenige Händler auf Carvexia aktiv, und ob und wann jemand antwortet, entscheiden die Händler. Der Suchwunsch ist eine zusätzliche Chance, keine Zusage.

Was Händler von deinem Wunsch sehen — und was nicht

Händler sehen das Fahrzeug, das du beschreibst, dein Budget, die Länder, aus denen du kaufen würdest, deinen Zeitrahmen und ob du ein Fahrzeug eintauschen möchtest. Sie sehen weder deinen Namen noch deine E-Mail-Adresse. Deine Adresse erfährt ein Händler erst, wenn du auf sein Angebot antwortest — deine Antwort geht dann direkt an ihn.

Welche Händler den Wunsch sehen, entscheiden zwei Dinge: Der Betrieb muss in einem der Länder sitzen, die du akzeptierst, und die Marke muss zu den Marken passen, die er in seinem Profil führt. Ein Betrieb ohne Markenliste sieht Wünsche zu allen Marken. Die Merkmale deines Wunsches stammen aus denselben Auswahllisten wie die Filter der Suche; ein Händler liest sie deshalb in der Sprache, in der er Carvexia nutzt.

Bevor ein Händler etwas sieht, gibst du den Wunsch über einen Link frei, den du per E-Mail bekommst. Bist du angemeldet und verwendest die bestätigte Adresse deines Kontos, ist er sofort aktiv. Ab der Freigabe läuft er 30 Tage.

Muss und Kann: den Wunsch eng genug fassen

Pflicht ist nur die Marke; das Modell ist freiwillig. Dazu kommen Treibstoff, Getriebe, Karosserie, Jahrgang ab und eine Kilometergrenze. Kommst du aus einer Suche, übernimmt das Formular deren Filter — etwa Antrieb, Farbe, Leistung, Sitzplätze, Reichweite, unfallfrei, Serviceheft, Garantie oder ausweisbare Mehrwertsteuer. Jeder übernommene Filter lässt sich mit einem Antippen wieder entfernen.

Ein freies Beschreibungsfeld gibt es nicht, und das Modellfeld nimmt nur die Modellbezeichnung auf, ohne Links, Adressen oder Telefonnummern. Das ist Absicht: Der Wunsch geht an viele Betriebe und soll aus Angaben bestehen, die jeder gleich liest. Was du dir unter «gut ausgestattet» vorstellst, klärst du im Gespräch mit dem Händler, der sich meldet.

Die Kunst liegt in der Auswahl. Was unverzichtbar ist, gehört in die Felder; was schön wäre, bleibt draussen. Ein Wunsch mit Marke, Modell, Getriebe und Kilometergrenze lässt Händlern Raum, etwas Passendes anzubieten. Ein Wunsch, der zusätzlich Farbe, Jahrgang, Leistung und Sitzzahl festlegt, beschreibt womöglich ein Fahrzeug, das es nirgends gibt — und wer es nicht genau so hat, meldet sich vielleicht gar nicht, statt mit einer Alternative.

Ein einfacher Prüfstein: Würdest du ein Fahrzeug ablehnen, das in diesem Punkt abweicht? Wenn nicht, gehört der Punkt nicht in den Wunsch.

Budget und Länder: die zwei Angaben mit Folgen

Das Budget ist freiwillig, und Händler sehen es. Wer eines nennt, bekommt eher Angebote in dessen Nähe als deutlich darunter. Nenn deshalb die Zahl, die du tatsächlich ausgeben willst, nicht die, bei der es gerade noch geht. Lässt du das Feld leer, kommen womöglich Angebote weit darüber, und du sortierst mehr aus.

Die Länder bestimmen, wer den Wunsch überhaupt sieht. Mindestens eines musst du wählen; es gibt Schnellwahlen für die Schweiz, Deutschland und Österreich und für alle Länder. Jedes Land mehr vergrössert den Kreis der Händler — und die Arbeit danach. Ein Kauf im Ausland kann Einfuhr, Zulassung und Steuern nach sich ziehen, und ein Angebot aus dem Ausland ist ein Preis dort, ohne Transport und Einfuhrabgaben. Kreuz nur Länder an, aus denen du wirklich kaufen würdest, und lies vorher den Einfuhrratgeber für dein Land. Wer über die Grenze kauft, setzt das Budget im Feld entsprechend tiefer als den Betrag, den er insgesamt ausgeben kann.

Der Zeitrahmen — so bald wie möglich, in den nächsten Wochen, in den nächsten Monaten oder ohne feste Frist — sagt einem Händler, ob er ein Fahrzeug aus dem Bestand anbieten muss oder eines beschaffen kann.

Einen Eintausch erwähnen, ohne alles preiszugeben

Möchtest du ein Fahrzeug in Zahlung geben, kreuzt du das an. Händler sehen dann nur, dass ein Eintausch im Spiel ist — nicht welches Fahrzeug, nicht welcher Zustand. Angaben zu deinem Fahrzeug machst du erst im Gespräch mit dem Händler, dessen Angebot dich interessiert.

Ein angekündigter Eintausch macht einen Wunsch für viele Händler interessanter, weil sie zwei Geschäfte sehen. Er hat eine Nebenwirkung: Im späteren Gespräch lässt sich Geld frei zwischen Kaufpreis und Ankaufspreis verschieben. Verhandle deshalb in zwei Schritten — erst den Preis des angebotenen Fahrzeugs, als gäbe es keinen Eintausch, dann den Ankaufspreis deines alten.

Bis dahin gehören keine Fotos, kein Kennzeichen und keine Fahrgestellnummer deines alten Fahrzeugs an Händler, die du noch nicht kennst. Für ein erstes Angebot brauchen sie das nicht.

Angebote vergleichen: Preis, Frist, Fahrzeug, Einfuhr

Ein Angebot kommt per E-Mail und steht, wenn du den Wunsch angemeldet erstellt hast, auch in deinem Konto. Es besteht aus der Nachricht des Händlers und, wenn er sie angibt, einem Preis, einer Gültigkeit und einem verknüpften Inserat. Alles davon sind Angaben des Händlers, von Carvexia nicht geprüft. Jeder Händler kann einmal antworten und sein Angebot ändern, solange der Wunsch läuft.

Carvexia wickelt keinen Kauf ab; es gibt weder Treuhand noch Reservierung. Ein Angebot, das eine Vorauszahlung verlangt, bevor du Fahrzeug oder Papiere gesehen hast, vergleichst du nicht, du sortierst es aus — und wirkt eines nicht seriös, kannst du es über «Angebot melden» melden.

Vergleichbar werden die übrigen Angebote erst, wenn sie auf demselben Stand sind. Frag jeden Händler nach denselben Punkten und schreib die Antworten nebeneinander:

  • Preis: Ist es ein Endpreis mit Mehrwertsteuer? Was ist enthalten — Aufbereitung, Service, frische Prüfung, Zulassung? Was kommt dazu?
  • Frist: Bis wann gilt der Preis, und was geschieht, wenn sich die Lieferung verzögert?
  • Fahrzeug: Ist es vorhanden, mit Inserat und Fahrgestellnummer, oder soll es erst beschafft werden? Ein Angebot für ein Fahrzeug, das der Händler noch nicht hat, ist eine Absicht.
  • Einfuhr: Bei einem Händler im Ausland — wer erledigt Ausfuhr, Transport und Papiere, und was kostet das? Die Einfuhrabgaben im Zielland stehen in keinem Angebot; die rechnest du selbst.
  • Händler: Das Profil zeigt, wer hinter dem Angebot steht. Firmensitz und Handelsregistereintrag lassen sich zusätzlich unabhängig nachsehen.

Den Wunsch schliessen

Der Wunsch endet 30 Tage nach der Freigabe von selbst. Schliessen kannst du ihn jederzeit: im Konto, wenn du ihn angemeldet erstellt hast, sonst über den Link in der Mail zur Freigabe. Danach sehen ihn keine weiteren Händler, und es kommen keine neuen Angebote. Händler, die schon geantwortet haben, sehen ihn bei ihrem Angebot weiter, als geschlossen markiert. Bestehende Angebote bleiben in deinem Konto stehen.

Schliess ihn, sobald du gekauft hast, egal wo. Das ist eine Höflichkeit gegenüber Händlern, die sonst Zeit in ein Angebot stecken, und es hält dein Postfach ruhig.

Kam in den 30 Tagen nichts, sagt das etwas über den Wunsch oder über den Markt. Prüfe, ob er zu eng war — ein Land mehr, ein Kann-Kriterium weniger, ein realistischeres Budget —, und stell ihn neu. Parallel lohnt sich der Blick auf den Markt selbst: Eine gespeicherte Suche meldet dir neue Inserate, die zu deinen Filtern passen.

Passend dazu im Bestand

Weitere Beiträge