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Zeigen statt behaupten: Tacho, Serviceheft, Schlüssel
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«Serviceheft vorhanden» ist ein Satz. Ein Foto des Servicehefts ist etwas, das jeder selbst ansehen kann. Die Karte «Auf den Fotos zu sehen» verbindet beides: Sie sagt nicht, dass etwas stimmt, sondern auf welchem Foto man nachsehen kann.
Behauptet ist nicht gezeigt
Die meisten Angaben in einem Inserat sind Behauptungen, und das ist kein Vorwurf: der Kilometerstand im Datenfeld, «zwei Schlüssel» im Text, «Anhängerkupplung» in der Ausstattungsliste. Der Käufer muss sie glauben oder nachfragen. Einige davon lassen sich aber zeigen, und dann ändert sich die Frage. Es geht nicht mehr darum, ob etwas stimmt, sondern darum, ob es auf einem Foto zu sehen ist.
Dafür gibt es im Inseratsformular den Bereich «Was die Fotos zeigen». Er sucht in deinen gespeicherten Fotos nach neun festen Dingen und nennt je Ding das Foto, auf dem es am deutlichsten zu sehen ist. Was du davon freigibst, erscheint auf der Fahrzeugseite in der Karte «Auf den Fotos zu sehen», mit einem Sprung zum jeweiligen Foto in der Galerie.
Ebenso wichtig ist, was die Zuordnung nicht tut. Sie bekommt nur die Fotos, keine Angaben aus dem Inserat, und sie urteilt nicht darüber, ob dein Inserat stimmt. Sie ist automatisch, sie kann falsch sein, und sie ist keine Prüfung. Auf der Fahrzeugseite steht deshalb: «Automatisch zugeordnet, vom Verkäufer freigegeben.»
Die neun Dinge, die ein Foto zeigen kann
Die Liste ist fest und bewusst kurz. Sie enthält nur, was man auf einem Foto tatsächlich sehen kann; ein Unfallschaden oder die Zahl der Vorbesitzer gehört nicht dazu.
Jedes Ding erscheint mit höchstens einem Foto, dem deutlichsten. Du musst also nicht jedes Detail mehrfach fotografieren, sondern jedes einmal gut.
- Tacho: das Kombiinstrument mit lesbarem Gesamtkilometerstand.
- Schalt- bzw. Wählhebel: zeigt, ob von Hand geschaltet oder eine Fahrstufe gewählt wird.
- Aussenfarbe: die Lackierung, von aussen gesehen.
- Innenraum und Polster: die Sitze und ihr Bezug.
- Anhängerkupplung: Kugelkopf oder Aufnahme am Heck.
- Schiebe- oder Panoramadach.
- Navigationskarte am Bildschirm: Ein Bildschirm ohne Karte zählt nicht.
- Serviceheft: ein Serviceheft oder ein ausgedrucktes Wartungsprotokoll.
- Fahrzeugschlüssel.
Fotos, die sich zuordnen lassen
Die Zuordnung sieht ein Foto ähnlich wie ein Mensch. Was klein, unscharf oder halb verdeckt ist, wird nicht gefunden oder nur als «nicht eindeutig» markiert. Ein paar Regeln helfen.
Zwei technische Punkte entscheiden mit. Zugeordnet werden nur gespeicherte Fotos, und zwar die ersten zwölf der Galerie; wer das Serviceheft als zwanzigstes Bild hochlädt, findet es in der Zuordnung nicht. Und wer Fotos neu hochlädt oder umstellt, speichert zuerst und ordnet dann neu zu. Die ersten Bilder gehören trotzdem dem Auto von aussen, dahinter ist genug Platz für Cockpit, Serviceheft und Schlüssel.
- Tacho bei eingeschalteter Zündung, frontal, ohne Spiegelung im Glas. Lesbar sein muss der Gesamtkilometerstand, nicht der Tageszähler und nicht die Reichweite. Eine Anzeige in Meilen wird nicht als Kilometerstand gelesen.
- Serviceheft aufgeschlagen, auf den Seiten mit Stempeln oder Einträgen, bei Tageslicht und ohne Blitz. Bei digitalen Servicenachweisen ein Ausdruck.
- Alle Schlüssel nebeneinander auf einer ruhigen Unterlage. Ein Foto, auf dem ein Schlüssel im Zündschloss steckt, zeigt nur einen.
- Anhängerkupplung von hinten, bei abnehmbaren Kupplungen mit eingesetztem Kugelkopf.
- Navigationskarte bei laufendem System, die Karte auf dem Bildschirm und nicht das Menü.
Was nur du siehst: Tacho, Schlüsselzahl, Lücken
Neben den Treffern zeigt dir die Zuordnung drei Dinge, die nicht öffentlich werden. Erstens den abgelesenen Kilometerstand, neben dem Wert aus deinem Inserat: «Der Tacho zeigt ungefähr … km. Im Inserat: … km.» Weichen die beiden deutlich ab, hast du dich vielleicht vertippt, oder das Foto ist älter als die Angabe. Klär das vor dem Veröffentlichen; ein Käufer, der das Foto vergrössert, sieht denselben Unterschied.
Zweitens die Zahl der Schlüssel, die auf dem Foto zu sehen sind. Passt sie nicht zu dem, was du in der Selbstauskunft oder im Text angegeben hast, fehlt entweder ein Schlüssel auf dem Foto, oder die Angabe stimmt nicht.
Drittens die Lücken: «Auf keinem Foto erkennbar — Foto ergänzen?» Das ist eine Anregung, kein Mangel. Hat dein Auto kein Schiebedach und keine Anhängerkupplung, ist es richtig, dass sie fehlen. Öffentlich erscheint nie, was nicht gefunden wurde, und auch keine Quote wie «sieben von neun». Das Fehlen eines Fotos sagt über das Fahrzeug nichts.
Freigeben mit Bedacht
Nach der Zuordnung ist zunächst nichts öffentlich. Du gibst jeden Treffer einzeln frei, mit dem Häkchen «öffentlich zeigen». Sieh dir vorher das Foto an: Zeigt Foto 7 wirklich das Serviceheft oder die Bedienungsanleitung? Ist die Farbe auf dem Foto die, die der Käufer vor Ort sieht, oder hat das Abendlicht sie verändert? Ein Treffer mit «nicht eindeutig» verdient einen zweiten Blick oder ein besseres Foto.
Die Freigabe hängt an den Fotos. Änderst du die Galerie, kommt ein Foto dazu, fällt eines weg oder wechselt die Reihenfolge, gilt die Zuordnung als veraltet, und bis du neu zuordnest, erscheint davon nichts auf der Fahrzeugseite. Wird ein Ding danach wieder auf demselben Foto gefunden, bleibt deine Freigabe bestehen; zeigt die Zuordnung auf ein anderes Foto, fragt sie dich erneut.
Die Freigabe ist auch keine Aussage über den Inhalt. Ein freigegebenes Foto des Servicehefts sagt: Hier ist das Serviceheft zu sehen. Es sagt nicht, dass es lückenlos ist. Gibst du «Serviceheft lückenlos» an, steht diese Angabe für sich und muss sich an den Einträgen messen lassen, die ein Käufer auf dem Foto lesen kann. Stimmen Foto und Angabe überein, stützen sie sich gegenseitig; stimmen sie nicht überein, sieht es jeder.
Als Käufer: die Karte richtig lesen
Die Karte «Auf den Fotos zu sehen» ist ein Wegweiser, keine Bestätigung. Jeder Eintrag führt zu einem Foto in der Galerie, und ihr Wert liegt darin, dass du selbst hinsiehst. Ein Tacho auf Foto 4 zeigt den Stand zum Zeitpunkt der Aufnahme, nicht den von heute. Ein Serviceheft auf Foto 9 zeigt ein Serviceheft; ob es zu diesem Auto gehört und was darin steht, liest du auf dem Foto oder vor Ort nach.
Ein fehlender Eintrag bedeutet nichts. Die Karte zeigt nur, was der Verkäufer freigegeben hat; ob er die Zuordnung überhaupt benutzt hat, ob das Serviceheft weiter hinten in der Galerie liegt oder ob es keines gibt, lässt sich daraus nicht ablesen. Fehlt dir ein Beleg, wähle in der Anfrage «Foto anfordern» — etwa Tacho bei eingeschalteter Zündung, Serviceheft oder alle Schlüssel — oder schick Fragen der Selbstauskunft mit.
Wer weit weg ist und aktuelle Aufnahmen will, kann auf der Fahrzeugseite einen Live-Nachweis anfordern: FIN und Front mit einem Zufallscode auf einem Zettel, dazu den Tacho. Der Code entsteht erst mit der Anfrage, frühere Fotos können ihn nicht zeigen. Ob und wann der Verkäufer die Aufnahmen macht, entscheidet er, und auch diese Auswertung ist automatisch und kein Beweis. Hältst du eine Zuordnung für falsch, meldest du sie über «Falsche Zuordnung melden». Vor Ort prüfst du Tacho, Serviceheft und Schlüssel ohnehin mit eigenen Augen.