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Händlerinserate, die gefunden werden: Daten statt Prosa
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Bei einem einzelnen Fahrzeug entscheidet der Text, ob jemand schreibt. Bei fünfzig Fahrzeugen entscheidet vorher etwas anderes: ob sie in den Suchen überhaupt auftauchen — und das hängt an Datenfeldern, nicht an Formulierungen. Dieser Beitrag geht die Felder durch, die Käufer tatsächlich benutzen, und zeigt, wie sie über einen ganzen Bestand vollständig werden.
Gefunden wird, was als Feld dasteht
Eine Suche mit Filtern vergleicht Felder, keine Sätze. Wer «Automat» und «Allrad» anklickt, bekommt die Fahrzeuge, bei denen genau diese Werte in den Feldern Getriebe und Antrieb stehen. Ein Fahrzeug, dessen Allradantrieb nur in der Beschreibung erwähnt wird, fehlt in dieser Liste, egal wie gut der Text ist.
Dasselbe gilt für die Suche in eigenen Worten. Wer «Kombi mit Allrad und Automat unter 30 000» eintippt, bekommt keinen Textvergleich, sondern Filter: Aus dem Satz werden Karosserie, Antrieb, Getriebe und Preisgrenze, und die werden wieder gegen die Felder geprüft. Nur das freie Suchfeld liest zusätzlich Beschreibung und Ausstattungsliste mit, und dort muss jedes eingegebene Wort vorkommen.
Und es gilt für alles, was nach dem Besuch weiterarbeitet. Gespeicherte Suchen und Preisalarme melden neue Fahrzeuge nach denselben Filtern wie die Suche. Ein Feld, das beim Einstellen leer bleibt, kostet also nicht nur Treffer in der Liste, sondern auch die E-Mail an jemanden, der genau dieses Fahrzeug abonniert hatte — und der Moment, in dem ein Inserat neu ist, kommt nicht wieder.
Die Felder, nach denen Käufer filtern
Neben Marke, Modell, Preis, Baujahr und Kilometerstand bietet die Suche eine Reihe von Feldern, die bei Händlerinseraten oft leer bleiben, weil sie im eigenen Bestandssystem anders heissen oder gar nicht geführt werden. Die Auswahllisten dafür sind fest, und genau darin liegt ihr Zweck. Ein Wert, der in deinem System «Schaltgetriebe» heisst, muss auf Carvexia «Handschaltung» lauten, damit der Filter ihn findet. Wo Felder frei sind, gilt die Gegenregel: lieber leer als geschätzt.
Unfallfrei und Serviceheft verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie mehr sind als Suchmerkmale. Beide sind Angaben über die Beschaffenheit, auf die sich ein Käufer verlassen darf. Ein Haken, der nur gesetzt ist, weil er beim Anlegen schon gesetzt war, ist im Streitfall trotzdem deine Angabe.
Für jedes der folgenden Felder gibt es Käufer, die gezielt danach filtern:
- Treibstoff, Getriebe, Karosserie, Antrieb und Farbe, jeweils aus einer festen Auswahl.
- Zustand: neu, Vorführmodell oder Occasion.
- Leistung, Sitzplätze und Türen, bei Elektrofahrzeugen die Reichweite.
- Unfallfrei und Serviceheft als Merkmale, nach denen sich die Trefferliste eingrenzen lässt.
- Garantie in Monaten; jeder Wert über null zählt für den Filter «mit Garantie».
- MwSt. ausweisbar, für gewerbliche Käufer und für alle, die das Fahrzeug ausführen wollen.
Technische Daten und FIN
Im Editor gibt es einen eigenen Abschnitt für technische Daten: Hubraum, Zylinder, Gänge, Verbrauch, CO₂, Effizienz- und Abgasklasse, Gewicht, Anhängelast, Batteriekapazität, Reichweite, Innenfarbe, Polster, das Datum der nächsten Prüfung und ein Link auf ein Rundgangvideo. Nach den meisten davon wird nicht gefiltert, aber sie stehen im Datenblatt der Fahrzeugseite — und was leer bleibt, erscheint dort nicht.
Diese Felder beantworten die Fragen, die sonst per Mail kommen. Wer einen Wohnwagen ziehen will, fragt nach der Anhängelast, wer in Städte mit Zufahrtsbeschränkungen fährt, nach der Abgasklasse, wer ein Elektroauto kauft, nach Batterie und Reichweite. Die Angaben stehen im Fahrzeugausweis bzw. in der Zulassungsbescheinigung und im COC-Papier; einmal abgeschrieben, sparen sie bei jedem Interessenten eine Rückfrage.
Die Fahrgestellnummer hat eine Sonderstellung. Sie erscheint im Datenblatt, und Käufer können damit selbst nachsehen, etwa beim Hersteller, ob für das Fahrzeug ein Rückruf offen ist. Sie ist ausserdem die Grundlage des Live-Nachweises: Fordert ein Käufer ihn an, wird die FIN auf der Aufnahme mit der im Inserat verglichen, und ohne vollständige FIN im Inserat bleibt dieser Abgleich leer. Bei einem Händlerinserat spricht wenig dagegen, sie von Anfang an einzutragen.
Den Bestand aus einer Tabelle übernehmen
Für grössere Bestände gibt es im Dashboard die Übernahme aus einer Tabelle. Du exportierst den Bestand aus deinem eigenen System als CSV- oder tabulatorgetrennte Datei, ordnest die Spalten einmal den Feldern von Carvexia zu und siehst vor dem Übernehmen die ersten Zeilen so, wie sie ankommen würden. Zuzuordnen sind mindestens Marke, Modell, Baujahr, Preis, Währung, Kilometerstand, Treibstoff, Getriebe, Zustand und Land. Zeilen, die sich nicht übernehmen lassen, kommen mit Zeilennummer und Grund zurück; der Rest wird übernommen.
Alles wird als Entwurf angelegt, nicht veröffentlicht. Das ist Absicht: Achtzig Fahrzeuge mit einem Klick online zu stellen hiesse, achtzig mögliche Fehler auf einmal zu veröffentlichen. Freigeben kannst du die Entwürfe danach stapelweise, und dazwischen liegt die eigentliche Arbeit.
Denn eine Tabelle bringt nicht alles mit. Antrieb, Garantie, ausweisbare Mehrwertsteuer, Ausstattung und technische Daten kommen über die Tabelle nicht mit; sie gehören im Entwurf ergänzt oder geprüft. Unfallfreiheit und Serviceheft kommen nur mit, wenn die Datei eine Spalte dafür hat — ohne sie zeigt das Inserat «Keine Angabe», bis du es im Entwurf änderst. Ist in einer Zeile die Zelle für Treibstoff, Getriebe, Währung, Zustand oder Land leer, wird die Zeile nicht übernommen und kommt mit Grund zurück; einen Vorgabewert, der für einen Teil des Bestands nicht stimmt, setzt die Übernahme nicht ein. Und Werte aus deinem System, die nicht der festen Auswahl entsprechen, stehen zwar im Inserat, werden vom Filter aber nicht gefunden.
Bewährt hat sich diese Reihenfolge: zuerst die Entwürfe nach Marke oder Modell geordnet durchgehen und die fehlenden Felder ergänzen, dann Fotos und Titelbild prüfen, dann stapelweise freigeben. Für einzelne Fahrzeuge gibt es zwei weitere Wege: ein bestehendes Inserat als Entwurf kopieren, wenn ein fast gleiches Fahrzeug hereinkommt, und die Übernahme per Link aus einem Inserat, das schon anderswo online steht. Auch dort bleibt leer, was auf der Quelle nicht eindeutig steht.
Ein Fotosatz, der für jedes Fahrzeug gleich ist
Bei einem grossen Bestand entscheidet nicht das einzelne gute Foto, sondern die Gleichmässigkeit. Ein fester Fotosatz — dieselben Aufnahmen in derselben Reihenfolge, am selben Ort — macht jedes Inserat vollständig, ohne dass jemand darüber nachdenken muss, und er lässt sich an Mitarbeitende weitergeben. Käufer lernen die Reihenfolge schnell und finden die Belege dort, wo sie sie erwarten. Die Zahl der Fotos je Inserat hängt am Tarif — ein Grund mehr, die Plätze für Belege zu nutzen statt für zehn Ansichten derselben Seite.
Welche Belege auf den Fotos eines Fahrzeugs noch fehlen, zeigt dir der Editor: Die gespeicherten Fotos lassen sich automatisch zuordnen, und Tacho, Serviceheft, Schlüssel, Innenraum und einige weitere Merkmale werden dabei einzelnen Fotos zugeordnet. Was du freigibst, erscheint auf der Fahrzeugseite unter «Auf den Fotos zu sehen», mit Sprung zum Foto. Die Zuordnung ist automatisch und kann falsch sein — deshalb gibst du sie selbst frei.
Ein brauchbarer Satz beginnt mit dem Titelbild von vorn schräg, geht einmal um das Fahrzeug, dann nach innen, und endet mit den Aufnahmen, die Käufer sonst über das Anfrageformular anfordern — wer sie von Anfang an liefert, bekommt diese Anfragen nicht:
- Aussen: vorn schräg als Titelbild, Seite, hinten schräg, dazu jeder Schaden einzeln aus der Nähe.
- Innen: Fahrerplatz, Rücksitze, Kofferraum, Bildschirm mit eingeschaltetem System.
- Belege: Tacho bei eingeschalteter Zündung mit Kilometerstand und Warnleuchten, Serviceheft oder Servicenachweise, alle Schlüssel nebeneinander.
- Technik: Reifenprofil, Motorraum und, wo es sich machen lässt, der Unterboden.
Händlerangaben: Selbstauskunft und Ausfuhr
Zwei Bereiche im Editor sind keine Datenfelder im engeren Sinn, wirken aber genauso: die Selbstauskunft und die Angaben zu Nettopreis und Ausfuhr. Die Selbstauskunft beantwortet feste Käuferfragen — Zahl der Schlüssel, Zahnriemen oder Steuerkette, letzter Service mit Beleg, COC-Papier, offene Finanzierung, Hagel- oder Wasserschaden, Warnleuchten, bekannte Mängel und weitere. Die Antworten erscheinen auf der Fahrzeugseite als «Angaben des Händlers, nicht geprüft», in der Sprache des Besuchers.
Für einen Händler lohnt es sich, die Selbstauskunft beim Einstellen auszufüllen statt erst, wenn gefragt wird. Viele Antworten ergeben sich aus der Hereinnahme ohnehin: Du hast die Schlüssel gezählt, das Serviceheft gesehen und weisst, ob die Prüfung vor der Übergabe neu gemacht wird. Was du nicht weisst, bleibt «Weiss nicht» — und jede Antwort gehört zu genau diesem Fahrzeug, nicht zu einer Vorlage für alle.
Die Angaben zur Ausfuhr gibt es nur bei Inseraten mit ausweisbarer Mehrwertsteuer. Du trägst einen Nettopreis ein, wählst, wie die Steuer bei einer Ausfuhr abgewickelt wird, und gibst an, wer die Ausfuhr anmeldet. Das Fahrzeug erscheint dann im Filter «Ausfuhr möglich», und auf der Fahrzeugseite stehen deine Bedingungen als Angabe des Händlers. Wer diese Felder über den ganzen Bestand pflegt, bekommt aus dem Ausland Anfragen von Käufern, die schon wissen, woran sie sind.