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Suchwünsche beantworten: Angebote für Autos, die fehlen
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Ein Suchwunsch ist ein Käufer, der sein Auto in der Suche nicht gefunden hat und es trotzdem kaufen will. Für einen Händler ist das die seltene Gelegenheit, ein Fahrzeug anzubieten, das noch in keiner Trefferliste steht. Dieser Beitrag zeigt, wie ein Angebot aussieht, das ernst genommen wird.
Ein Wunsch ist eine Anfrage ohne Inserat
Käufer, die in der Suche nichts Passendes finden, können ihr Wunschauto einmal beschreiben: die Marke, auf Wunsch das Modell, dazu die Filter aus ihrer Suche — Treibstoff, Getriebe, Karosserie, Baujahr, Kilometer, Leistung und anderes. Dazu kommen ein Budget oder die Angabe, dass es offen ist, die Länder, aus denen sie kaufen würden, ein Zeitrahmen und ob sie ein Fahrzeug in Zahlung geben möchten. Sichtbar wird der Wunsch erst, wenn der Käufer ihn über einen Link per E-Mail freigegeben hat.
Im Dashboard stehen diese Wünsche unter «Gesuche», ohne Namen und ohne Adresse. Du siehst, was jemand sucht, aber nicht, wer es ist. Das ist der Kern des Verfahrens: Der Käufer entscheidet, ob er auf ein Angebot antwortet, und erst mit seiner Antwort erfährst du seine E-Mail-Adresse. Umgekehrt bist du nicht verpflichtet, auf einen Wunsch zu antworten — und der Käufer weiss das.
Ein Suchwunsch ist deshalb anders zu lesen als eine Anfrage zu einem Inserat. Eine Anfrage bezieht sich auf ein Fahrzeug, das du hast. Ein Wunsch beschreibt eine Lücke — im Markt, in der Suche, manchmal in deinem Bestand. Der Zeitrahmen sagt dir, wie dringend es ist: «So bald wie möglich» verlangt ein vorrätiges Fahrzeug, «in den nächsten Monaten» lässt Raum für eine Beschaffung.
Welche Wünsche du siehst: Land und Marken
Welche Wünsche in deiner Liste erscheinen, bestimmen zwei Angaben. Die erste ist das Land deines Betriebs: Du siehst nur Wünsche, bei denen der Käufer dieses Land unter den Ländern angegeben hat, aus denen er kaufen würde. Die zweite ist die Markenliste im Betriebsprofil. Steht dort nichts, siehst du Wünsche zu allen Marken; steht dort eine Liste, nur Wünsche zu diesen Marken.
Die Markenliste ist deshalb eine Arbeitsentscheidung, keine Werbung. Eine leere Liste bringt dir jeden Wunsch, auch zu Marken, die du weder führst noch beschaffen kannst, und die tägliche Sammelmail wird zu einer Liste, die niemand mehr liest. Eine zu enge Liste blendet Wünsche aus, die du bedienen könntest. Nimm die Marken auf, die du vorrätig hast, und die, die du über deine üblichen Wege zuverlässig beschaffst — nicht alle, die jemals auf deinem Hof standen.
Oben in der Liste steht, wie viele Wünsche offen sind, zu denen du noch kein Angebot geschickt hast, und einmal am Tag kommt dazu eine Sammelmail. Eine Frist, bis wann du antworten musst, gibt es nicht. Jeder Wunsch läuft aber nur eine begrenzte Zeit ab der Freigabe, und der Käufer kann ihn jederzeit schliessen.
Das Angebot: was hineingehört
Ein Angebot besteht aus einer Nachricht an den Käufer und drei freiwilligen Angaben: einem Preis, einem Datum, bis zu dem das Angebot gilt, und einem verknüpften Inserat aus deinem veröffentlichten Bestand. Ein verknüpftes Inserat ist fast immer besser als eine Beschreibung, weil es Fotos, Datenblatt und Selbstauskunft mitbringt. Steht das Fahrzeug noch nicht online, weil es gerade erst hereingekommen ist, lohnt es sich oft, es zuerst einzustellen und dann zu verknüpfen.
Ein Angebot, das offensichtlich nicht zum Wunsch passt — ein anderes Modell, weit über dem Budget, aus Prinzip geschickt —, hilft niemandem. Käufer können Angebote melden, und wer drei unpassende bekommen hat, liest das vierte nicht mehr.
Das Herzstück ist die Nachricht, und sie sollte die Fragen beantworten, die der Wunsch offenlässt:
- Welches Fahrzeug: Modell, Motorisierung, Ausstattungslinie, Jahrgang, Kilometerstand, Farbe — bei einem vorrätigen Fahrzeug genau, bei einem beschaffbaren als Rahmen.
- Wo es vom Wunsch abweicht, und zwar offen: ein anderes Getriebe, etwas mehr Kilometer, eine andere Farbe.
- Zustand und Nachweise: Service, Prüfung, Garantie, bekannte Mängel.
- Wie es weitergeht: Besichtigung, Probefahrt, Eintausch, Übergabe.
Preis, Frist und Einfuhrkosten ehrlich nennen
Ein Preis an Privatkunden versteht sich einschliesslich Mehrwertsteuer; so verlangen es die Preisangabevorschriften in der EU wie in der Schweiz, und so steht es auch im Formular. Was darin nicht enthalten ist, gehört in die Nachricht und nicht in eine spätere Überraschung: Überführung, Zulassung, Aufbereitung, Prüfung.
Bei Wünschen aus dem Ausland ist das die entscheidende Stelle. Ein Käufer, der dein Land unter den möglichen Ländern angegeben hat, rechnet mit Einfuhr, Steuern und Zulassung bei sich. Nenn deshalb, was zu deinem Preis dazukommt, soweit es dich betrifft — Überführung, Ausfuhrpapiere, ein Nettopreis bei ausweisbarer Steuer —, und schreib ausdrücklich dazu, dass Einfuhrabgaben im Zielland nicht enthalten sind. Sätze dafür nennst du nicht; sie gehören zur Zollverwaltung des Ziellands, und eine falsche Zahl in deinem Angebot ist schlimmer als keine.
Das Datum «gültig bis» sagt, wie lange der Preis gilt. Es sagt nicht, dass das Fahrzeug so lange für den Käufer zurückgehalten wird. Verkaufst du es in der Zwischenzeit weiter an andere, schreib das dazu; hältst du es zurück, unter welcher Bedingung. Ein Angebot, das nach einer Woche nicht mehr gilt, weil das Fahrzeug weg ist, ohne dass das irgendwo stand, kostet dich mehr als diesen einen Käufer.
Beschaffen statt vorrätig haben
Ein Wunsch lässt sich auch mit einem Fahrzeug beantworten, das du noch nicht hast — aus einem Partnerbetrieb, von einer Auktion, aus einem anderen Markt, bei Neuwagen über eine Bestellung. Darin liegt die eigentliche Stärke des Verfahrens: Der Käufer sucht genau das, was du beschaffen kannst, und kein Inserat eines Mitbewerbers steht daneben.
Carvexia wickelt keinen Kauf ab und verwahrt kein Geld; was zwischen dir und dem Käufer vereinbart wird, regelt ihr in eurem eigenen Vertrag. Ein Käufer, der eine Anzahlung leisten soll, will vorher schriftlich wissen, wann und unter welchen Umständen er sie zurückbekommt — und ein Händler, der das klar regelt, wird eher beauftragt als einer, der es offenlässt.
Ein Beschaffungsangebot braucht deshalb andere Angaben als ein vorrätiges Fahrzeug, und die Bedingungen am Schluss sind die wichtigsten:
- Einen Rahmen statt eines Fahrzeugs: Jahrgang, Kilometer, Ausstattung und Farbe als Spanne, mit den Punkten, die fest sind, und denen, die offen bleiben.
- Einen Preis als Rahmen oder als Obergrenze, mit dem, was er enthält.
- Eine realistische Dauer — lieber zu lang als zu kurz geschätzt.
- Die Bedingungen: ab wann es verbindlich wird, ob und wofür du eine Anzahlung verlangst und was geschieht, wenn kein passendes Fahrzeug gefunden wird.
Nach dem Angebot: Antwort, Änderung, Ende
Das Angebot geht per E-Mail an den Käufer. Antwortet er, geht seine Antwort direkt an die E-Mail-Adresse in deinem Betriebsprofil; ohne hinterlegte Adresse lässt sich deshalb gar nicht anbieten. Ab diesem Moment läuft das Gespräch wie jede andere Anfrage — mit dem Unterschied, dass der Käufer dir schon gesagt hat, was er sucht.
Jeder Betrieb kann auf einen Wunsch einmal antworten und sein Angebot ändern, solange der Wunsch läuft — etwa, weil ein besser passendes Fahrzeug hereinkommt oder sich der Preis ändert. Eine Änderung geht nur dann erneut per E-Mail an den Käufer, wenn sich tatsächlich etwas geändert hat, und nicht beliebig oft. Nutze sie für eine neue Lage, nicht als Erinnerung.
Schliesst der Käufer den Wunsch oder läuft er ab, lässt sich nichts mehr senden oder ändern; der Wunsch bleibt bei deinem Angebot sichtbar, als beendet markiert. Viele Angebote bleiben ohne Antwort, und das heisst nicht, dass sie schlecht waren — der Käufer hat vielleicht anderswo gekauft oder seine Pläne geändert. Nachfassen kannst du nicht, weil du seine Adresse nicht kennst. Das ist gewollt, und es ist der Grund, warum Käufer überhaupt bereit sind, einen Wunsch aufzugeben.